Zen im Norden Deutschlands— Was passiert in einem Zen Dojo? Zazen, Meditation, Zafu, Kyosaku, Gong, Mokugyo, Herz-Sutra, Kesa, Zendo. Dojos und Zen Gruppen in Berlin, Hamburg, Bremen, Flensburg, Neu Schönau (Mecklenburg) und Rostock — Mitglieder der Association Zen Internationale, Gründer Meister Taisen Deshimaru

Dojo

Zazen

[Meditationskissen, Zafus genannt]

Der Sinn und Zweck des „Ortes des Weges“ ist das Üben von Zazen.

Die Zafus sind die stabilen, mit Kapok gefüllten Meditationskissen. Die Füllung gibt leicht nach, so dass ein flexibles und bequemes Sitzen unterstützt wird. Dies fördert die Dehnung der Wirbelsäule und stärkt damit die Konzentration.

[Kyosaku, der Stab des Erweckens]

Klänge und Stille

[Ein Mönch schlägt das Holz, um zum Zazen zu rufen]

Klänge begleiten den Verlauf des Zazens. Es fängt damit an, dass das Holz zum Zazen ruft.

Nachdem man sich gesetzt hat, besagt der wiederholte Gong-Schlag, dass die erste Zazen-periode angefangen hat. Sie dauert ca. 30 Minuten.

Nach einer Pause für Kin-hin, die Meditation-im-Gehen, gibt es ein zweites Zazen.

Dies geht zu Ende, wenn das Holz geschlagen wird und der Gong wieder ertönt.

Kesa

Im Dojo besteht die Möglichkeit, unter Anleitung der anderen Schüler an einem Kesa zu nähen. Das Kesa ist der traditionelle Umhang, einem Patchwork ähnlich, das in allen buddhistischen Schulen vorhanden ist.

[Das zeremonielle Kesa Kodo Sawakis, heute noch in Gebrauch im Zen Tempel La Gendronnière]

Das Tragen des Kesa und die Tradition der genauen Anfertigung gehen auf die Ursprünge des Buddhismus zurück und sind über Jahrtausende weitergegeben worden.

Das Kesa wird im Zen üblicherweise aus einfachem, schwarzem oder braunem Stoff gemacht. Dieses Exemplar hingegen wurde von Kodo Sawaki (1880 - 1965) genäht und an seinen Schüler Meister Deshimaru gegeben. Es wird heute noch zu zeremoniellen Anlässen im Zen Tempel La Gendronnière getragen.

Der Ort des Weges

Das Wort Dojo ist im Westen nicht unbekannt. Üblich­erweise bezieht es sich auf die Halle, in der Kampfkünste gelehrt werden.

Ursprünglich ein buddhistisches Wort, erschien es zum erstenmal im China des 8. Jdh, mit der Bedeutung: der Ort wo der WEG praktiziert wird.

Im amerikanischen Buddhismus ist stattdessen oft zendo anzutreffen.

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